Brainspotting

 
Manche belastenden Erfahrungen lassen sich nur schwer in Worte fassen. Obwohl man vielleicht schon viel darüber nachgedacht oder gesprochen hat, bleibt das Gefühl bestehen, dass sich innerlich nichts wirklich verändert.

Brainspotting ist eine therapeutische Methode, die genau an diesem Punkt ansetzt. Sie wurde von dem amerikanischen Psychotherapeuten David Grand entwickelt und ist aus der Arbeit mit EMDR hervorgegangen.

Die grundlegende Annahme von Brainspotting ist, dass belastende Erfahrungen nicht nur im Denken, sondern vor allem im Gehirn und im Körper gespeichert werden. Oft sind diese Bereiche über Sprache nur schwer zugänglich.

Im Mittelpunkt der Methode steht die Beobachtung, dass bestimmte Blickrichtungen mit inneren Erlebnissen verbunden sein können. Indem gemeinsam ein sogenannter „Brainspot“ gefunden wird – also ein Punkt im Blickfeld, der mit einem belastenden Thema in Verbindung steht – kann das Gehirn beginnen, diese Erfahrungen auf eine natürliche Weise zu verarbeiten.

Dabei geschieht vieles ohne bewusstes Nachdenken. Der Körper und das Gehirn arbeiten gewissermaßen selbstständig daran, festgehaltene Spannungen zu lösen und Erlebtes neu zu integrieren.

Brainspotting kann bei unterschiedlichen Belastungen eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Ängste, innere Anspannung, unverarbeitete Erlebnisse oder das Gefühl, in bestimmten Themen „festzustecken“, obwohl man sich eigentlich weiterentwickeln möchte.

Viele Menschen erleben diese Form der Therapie als ruhig und gleichzeitig tiefgehend. Es braucht keine ausführlichen Erklärungen oder detaillierten Schilderungen – vielmehr steht das eigene Erleben im Vordergrund.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie mit bestimmten Themen immer wieder an einen Punkt kommen, an dem es nicht weitergeht, kann Brainspotting eine hilfreiche Möglichkeit sein, einen anderen Zugang zu finden.

Sind Sie betroffen oder interessiert an dieser Methode? Dann tun Sie jetzt den ersten Schritt. Senden Sie uns eine Nachricht!